SAN

three hulls, two people, one trip around the world…

Quédate en el barco

Corona lässt die Welt den Atem anhalten. 

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Wir liegen seit 5 Wochen vor Anker und haben seit mehreren Wochen das Schiff nicht mehr verlassen. Da wird ein Einkaufsausflug schon zu einem kleinen Abenteuer. Neulich haben wir es gewagt und haben die Plane vom Dinghy genommen, es ins Wasser gelassen und sind Richtung Land gestartet. Zunächst aber ging es zum Nachbarschiff hinüber, um dort unsere Kontaktdaten abzugeben. So 300 m entfernt liegt nämlich eine andere deutsche Yacht. Wir hatten uns schon das ein oder andere Mal gefragt, wie es den anderen bewohnten Schiffen hier wohl ergeht. Einige sind weitergefahren, manchmal nachdem sie von einer Marinepolizeikontrolle besucht worden waren. Nun sind nur noch wir und das andere deutsche Schiff hier vor Anker. Über eine WhatsApp Gruppe aus Französisch Polynesien erfuhren wir die Namen der anderen Crew, die Welt der Segler ist klein 🙂  Wir klopften also an und haben nun Kontakt. Sie waren schon öfters an Land und es soll auch relativ einfach sein, mit dem Bus zu einem Shoppingcenter mit großem Lebensmittelladen zu gelangen. Mathias war an dem Tag beim kleinen Supermarkt hier in der Nähe. Da Donnerstag war, durften nur Männer einkaufen. Ich werde als nächstes mein Glück versuchen (s. unten).

Wenn man so die Blogs und Berichte von anderen Seglern liest, geht es allen ähnlich. Sie leiden am meisten darunter, dass ihre Freiheit eingeschränkt ist. Den idealen Liegeplatz scheint es auch nicht zu geben. In Französisch Polynesien gelten Bewegungseinschränkungen, der Nachschub von Lebensmitteln ist an die Ankunft der Versorgungsschiffe gebunden. Geldautomaten gibt es nicht überall, gehen also die Dollar aus, sieht es schlecht aus. Dafür ist die Umgebung paradiesisch. In Neuseeland sind zwar die Supermärkte gefüllt und es gibt Geldautomaten, aber dort fängt nun der Winter an. Hier in Panama kann man halt nur zu bestimmten Zeiten einkaufen und es ist ständig heiß, aber dafür müssen wir uns keine Gedanken über Hurrikans machen. Jeder macht also das beste aus dem, wo er gerade gestrandet ist. 

Die Berichte, die uns von zuhause erreichen, sind ebenfalls gemischt. Die Tochter einer Freundin hat geheiratet, auf dem Foto nach dem Standesamt halten die Eltern 2 m Abstand (Sie sind als Apotheker potentielle Überträger, da sie ständigen Kundenkontakt haben.) Auch eine Art, die Feier zu etwas Besonderem werden zu lassen 😉 Die Freunde in unserem Dorf sind noch relativ gut dran, sie können im Wald spazieren gehen. Zu Ostern erreichten uns viele Bilder von Mini-Osterfeuern im Garten.

Videokonferenz

Das Thema Bewegung ist für uns schon etwas schwieriger. Das Wasser lädt nicht zum schwimmen ein, da der Untergrund recht dunkel ist und man schauen muss, ob nicht gerade eine Seifenwelle von den Ausflugsdampfern herüberschwimmt, oder Treibholz herumschwimmt. Ob das Schwimmen wie in einigen anderen Gegenden hier auch als Bruch der Ausgangssperre gelten würde, weiß ich nicht. Jedenfalls haben wir uns bisher darauf beschränkt, auf Deck Runden zu drehen. Nun ist der Trimaran ja recht groß und breit. Eine Runde sind aber nur 30 m, immerhin  mit 2x 2 Stufen Treppen steigen. Um einen Effekt zu merken, laufen wir 36 Runden, das ist ca. 1 km (+ 58 Höhenmeter 😉 ). Mathias meinte neulich, wie gut, dass wir keine Briten oder Amerikaner sind, dann müssten wir eine Meile laufen 😉  Auch wenn es keine super sportliche Betätigung ist, kann man sie nur abends machen, wenn die Sonne untergegangen ist. Danach duschen wir jeder auf einem Schwimmerrumpf unter den Außenduschen ab. Luxus muss ja auch sein. So kann man erfrischt den Fernsehabend angehen und kommt schweißfrei ins Bett. 

Wenn die Bandbreite nicht reicht, tut es auch mal ein kleinerer Bildschirm – Handyfernsehen

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Es ist oft sehr windstill hier, meist auch ruhig. Nur eine zeitlang wurden gegenüber irgendwelche Metallarbeiten ausgeführt, das ging dann den ganzen Tag lang:

Nicht nur die Zahl der bewohnten Schiffe hat abgenommen, auch die unbewohnten am Anker sind um eines dezimiert worden. Es hatte sich während eines etwas stärkeren Windes losgerissen und war gegen die Steinbrocken am Ufer geknallt und leck geschlagen. Der Eigentümer wurde wohl informiert, lebt aber in Frankreich. Er schickte einen Bekannten, der legte das Schiff an eine Boje und installierte Pumpen, die das Wasser aus dem Schiff pumpen sollten. Diese Idee funktionierte aber nicht gut und nur solange, bis die Batterien leer waren. Das Schiff lief allmählich immer weiter voll, bis der Bug deutlich merkbar tiefer als das Heck lag. Eines Tages kamen Boote der Panamakanal-Authorities und schleppten das Schiff ans Ufer. Dort sank es vor der Steinwand. 

Während des starken Windes, der zum Leckschlagen des Schiffes geführt hatte, drehten wir uns mit dem Heck Richtung Ufer. Wir lagen also auf der anderen Seite unseres Schwoikreises. Da sah das Ufer schon sehr nah aus. Wir beschlossen, das Umlaufen des Dieselmotors zu diesem Zeitpunkt durchzuführen. Falls etwas mit dem Anker sein sollte, wäre dann schon der Motor an. Zum Glück hielt alles und als Bonus gab es warmes Wasser zum Duschen 🙂

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Neben den alltäglichen Beschäftigungen wie Kochen, Backen, Essen, Putzen, E-Mails und Lesen hat Mathias sich mit Beiträgen für unsere “Fun Facts” Rubrik beschäftigt und ich bin wieder dabei, Trimaran-SAN Filme für meinen You Tube Kanal zu schneiden. Material hat sich einiges angesammelt. Es sind 5 Filme in Arbeit: die Strecke von Hamburg bis zu den Kanaren, die Atlantiküberquerung, Karibik, San Blas, Panamakanal. Das reicht noch für eine Weile Ankerliegen. Der jeweils neu eingestellte Film wird wieder von unserer Startseite verlinkt. Sonst könnt Ihr den Kanal unter “Birte Films” finden.

Schaut Euch unbedingt auch mein erstes Musikvideo an: https://www.youtube.com/watch?v=5BqdhjwIEOA

Es hat tolle Wasserbilder. Das Lied heißt “drifting” von Maika Rose, einer sehr talentierten Nachwuchskünstlerin*, und passt in die Coronazeiten, denn zur Zeit bleibt ja nicht viel übrig, als sich treiben zu lassen.    (*Verwandtschaftsgrad rein zufällig)

In einem Paket haltbarer Sahne hat sich durch das sanfte Schaukeln von ganz alleine cremige Butter gebildet.

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Das Antennenprojekt für UKW-Funk von Mathias ist erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Funktest hat er einen 27,5 sm entfernten Tanker erreicht und die Verbindung war gut. Zwar haben andere Segelboote nicht so hohe Masten wie Tanker, aber wir sind nun in der Lage, auch schwächere Signale besser zu empfangen.

Viel Zeit verbringt Mathias mit seiner Abhandlung zum Thema Kettenlänge beim Ankern. Wie man an der Geschichte vom gesunkenen Schiff sehen kann, ein durchaus aktuelles Thema. Nachdem sein erster Aufsatz auf unserer Webpage und auf Sönke Roevers „Blauwasser.de“ Seite veröffentlicht wurde, bekam er Kontakte zu Seglern, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen. Durch regen Austausch ist das Update entstanden.

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Jetzt arbeitet er an Zusammenfassungen für verschieden große Windangriffsflächen und je 3 verschiedene Kettenstärken. Diese Zusammenfassungen sind auf Englisch und erscheinen demnächst unter „Fun Facts“. Wir haben uns ja von Anfang an gefragt, warum es solche Berechnungen nicht schon lange gegeben hat und es noch keine Tabellenwerke dazu gibt. Es gibt sie bestimmt irgendwo in den Annalen der British Admirality, nur auf dem Internet ist die Auswahl gering bzw. nicht zu finden. In Deutschland hält sich hartnäckig die Empfehlung des DSV, die dreifache Wassertiefe sei ausreichend. Diesen Verein zu einer Änderung seiner Meinung zu bewegen, ist Mathias nächstes Projekt. Mehrere Segler berichteten uns von Begegnungen mit deutschen Seglern in Kroatien, deren Schiffe sich losgerissen hatten, weil sie zu wenig Kette gesteckt hatten, aber sich uneinsichtig zeigten, weil sie die Regel 1:3 als der Weisheit letzten Schluss ansahen. Schaut mal in seinen Aufsatz und bildet Euch Eure eigene Meinung.

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Heute waren drei neue Schiffe hier, zwei Katamarane und ein Monohull. Sie ankerten etwas entfernt. Ein Kontrollboot steuerte sie an und redete mit den Skippern. Danach fuhren die beiden Katamarane weiter. Wir fragen uns immer wieder, wo solche Schiffe hin fahren. Die drei könnten sogar noch durch den Kanal gekommen sein. Es gibt eine neue Regelung, dass sich drei Schiffe, die kleiner als 65 Fuß sind, zusammen tun können, wenn genügend Leute an Bord sind, sie also keine line handler aufnehmen müssen. Es müssen also mindestens drei Skipper und 4 line handler an Bord dieser drei Schiffe sein. Wenn Kinder dabei sind, auch noch eine Person zur Kinderbetreuung. Nur lohnt sich die Reise durch den Kanal nur, wenn man ein Ziel im Pazifik hat, das demnächst wieder öffnen wird, oder wenn man auf der Atlantikseite auch schon nur vor Anker liegen durfte. 

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Landgang

Nach langen Wochen an Bord betrat ich Festland. Das ging erstaunlich einfach, keine Landkrankheit, fühlte sich ganz normal an. Auch wenn es beim Vor-Anker-Liegen schon mal schaukelt, ist es also nicht mit echten Fahrten zu vergleichen. 

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Der Weg zur Straße war menschenleer und die Straße selbst wenig befahren. Als erstes wurde ich mit einem tollen Blick auf Palmen, Bucht und Panama City belohnt.

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Der Bus von unserem Außenposten auf der Insel Flamenco in die Stadt fährt immer noch sehr regelmäßig. Es war Montag, also dürften eigentlich nur Frauen nach draußen. Ich war aber die einzige Frau weit und breit. Im Bus saßen zwei weitere Gäste, aber männliche. Auf dem Rückweg war es noch auffälliger, da füllte sich der Bus mit Männern und ich war wieder die einzige Frau. 

Leere Einkaufsmeile bei uns in der Nähe

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Die Busfahrt führte an geschlossenen Restaurants und Regierungsgebäuden mit “Quedate en casa” Plakaten vorbei. Wir fuhren durch zwei Straßensperren, bei denen der Bus durchgewunken wurde. Je weiter man in den Innenstadtbereich kam, desto größer wurden die Straßen und es gab auch Autoverkehr. Die Busroute führt durch Industriegelände mit heruntergekommenen Gebäuden. Wenn ich nicht von unseren Nachbarn die Wegbeschreibung bekommen hätte, hätte ich schwören können, dass ich in der falschen Gegend gelandet war. Die Shoppingmall liegt direkt am Bahnhof, ich musste nur über eine Fußgängerbrücke und dann durch das Busbahnhofsgebäude. Auf dem Weg sah ich mehr Männer als Frauen. Einer war dabei, für seine Frau die Einkaufstaschen zu tragen. Ob die anderen alle zur Arbeit unterwegs waren? Im Bahnhof waren nur eine Bank, eine Western Union Filiale und eine Apotheke geöffnet. Vor der Western Union Filiale gab es eine lange Schlange, in der Abstand gehalten wurde. Die Leute in der Apotheke standen dicht hintereinander. 

Vor dem Supermarkt stellte ich mich zusammen mit einer anderen Frau, der ich schon durch den Bahnhof gefolgt war, mit Abstand vor die Polizisten am Eingang. Da es noch nicht 4 Uhr war (dann begann unsere Einkaufsstunde laut letzter Ziffer im Pass), warteten wir, was passieren würde. Doch ein paar Mitarbeiter gingen einfach an den Polizisten vorbei in den Supermarkt und dann kam eine Frau von der Seite und marschierte hinein. Nach Blickaustausch mit der Frau vor mir, beschlossen wir, ebenfalls einfach hinein zu gehen. Die Panamesin ging einfach so hinein, ohne kontrolliert zu werden. Ich hielt dem Polizisten meinen Pass unter die Nase. Er war offensichtlich irritiert und hat bestimmt die Passnummer nicht entdecken können. Hinein durfte ich aber trotzdem.

Im Supermarkt waren dann doch mehr Frauen als Männer, zumindest unter den Kunden. Es gab den einzelnen Soldaten, der sich etwas zu trinken holte, sonst kauften die Frauen ein. Auf Abstand achtete niemand, doch alle trugen Gesichtsmasken. An den Kassen waren noch zusätzlich mit Frischhaltefolie Schutzschilde in Kopfhöhe der Kassiererinnen gespannt. Der Helfer, der einem dabei hilft, die gekauften Dinge in Taschen zu verpacken, trug ebenfalls eine Maske, kam aber hautnah an einen heran. 

Das Angebot in diesem Supermarkt ist gut, aber nicht überragend. Ich wollte vor allem frisches Obst, Gemüse und Yoghurt. Endlich mal wieder Bananen!

Mit der einen Stunde, die man zum Einkaufen genehmigt bekommt, kam ich dann auch aus. Schon vor 17 Uhr machte ich mich auf den Rückweg. 

Ich war gerade dabei, meine Einkaufstasche, den Einkaufsroller und mich selbst durch das Drehkreuz im Bus zu bugsieren, als der Bus anfuhr. Das geschah etwas ruckelig und mein ebenfalls gut gefüllter Rucksack sorgte dafür, dass ich rittlings in einen Sitzgang einem netten Herren vor die Füße fiel. Da war dann nichts mit Abstand halten. dafür klappte die Kommunikation trotz Masken und Sprachenmix sehr gut. Alle waren super nett.

Für jemanden wie mich, der zu ganz normalen Zeiten schon 10 mal am Tag die Hände wäscht, war es gut, Händedesinfektionsmittel in der Tasche gehabt zu haben. Man macht sich doch Gedanken, in wie weit man sich einer Ansteckung aussetzt auf einem solchen Ausflug.

Kam ich mir auf dem Hinweg noch vor wie in einem schlechten Science Fiction Film, fühlte sich der Rückweg schon anders an. Der Bus war fast halbvoll (jeder zweite Sitz hat ein rotes Kreuz und darf nicht benutzt werden), also nicht viel zu merken vom shut down. Nur die Masken wirkten noch komisch, aber daran hatte ich mich schon fast gewöhnt.

Auf dem Weg vom Bus zur Marina kam ich noch an Wachpersonal vorbei, aber sie fragten sofort, ob ich zur Marina wolle. Woran hatten sie das nur erkannt ? 😉

Zurück an Bord freuten wir uns über die frischen Sachen mit denen wir uns eine weitere Woche der Quarantäne versüßen können. 

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Dieser Beitrag hat 15 Kommentare

  1. Da wir nicht bei Facebook sind, kann ich die Kommentare nur auf dieser Seite beantworten:
    Hallo Bob,
    schön zu hören, dass es überall auf der Welt Segler gibt, die sich für unsere Tipps und Geschichten interessieren. Ein Nachteil des Lock downs ist schließlich, dass es schwierig ist, neue Leute kennen zu lernen. Gerade beim Segeln trifft man immer wieder interessante Leute und da man eine Leidenschaft teilt, kommt man leicht ins Gespräch.
    Viele Grüße über den Pazifik
    Birte

  2. Liebe Sabine,
    danke für den Hinweis. Ich habe den Filmclip durch ein anderes Format ersetzt, probier jetzt mal.
    LG Birte

  3. Oh weh, welch schwierige Situation für euch!
    Da wird mir bewußt, wie viel einfacher wir es mit großem Haus, Garten und weitläufiger Natur direkt am Dorfausgang haben…. Haltet durch – ist für euch sicher wesentlich härter als für uns. Außer meinen Dank für den netten Bericht und mein Mitgefühl für euch kann ich nichts weiter für euch tun. Bleibt gesund! Bis demnächst, Oliver

  4. Hallo ihr beiden,
    es ist ja schon interessant zu erfahren, wie ihr den Lockdown auf einem Schiff erlebt! Ich habe aber den Eindruck, dass ihr beide genügend Themen „in Arbeit“ habt, so dass kein Lagerkoller aufkommt. Gut so! Morgen fahre ich in die Heide, um für meine Mutter einzukaufen. Wenn ich euren Beitrag lese, fühle ich mich schon richtig privilegiert, mit dem Auto mal unterwegs sein zu können. Es ist allerdings schon merkwürdig, auf dem Rückweg auf der Autobahn die Warnungen zu lesen „Schleswig-Holstein für Touristen gesperrt“… Ich würde so gern mal wieder am Meer sein!

    https://youtu.be/mQnZ_U7KKTI

    In Eurem Blog und in dem Video von Birte habt ihr auch tolle Luftaufnahmen! Habt ihr eine eigene Drohne an Bord, oder wie kommt ihr an die Aufnahmen?

    In jedem Fall drücke ich Euch die Daumen, dass ihr gesund bleibt und hoffentlich bald wieder die Freiheit genießen und die Abenteuer erleben könnt, wegen der ihr losgefahren seid.

    Beste Grüße aus Hamburg
    Matthias

    1. Hallo Matthias,

      Es ist eigentlich ok hier, so wie die Situation ist. Bin noch mit dem Anker Paper beschäftigt, und wenn das fertig ist, suche ich mir was neues… 🙂 Aber es könnte auch gerne etwas kühler sein hier!

      Und ja, wir haben eine Drohne, aber man muss immer drauf achten, was die Bestimmungen in dem jeweiligen Land sind. In der Nähe von Flugplätzen startet sie einfach nicht, das ist schon mal gut. Im nächsten Video werden einige weitere Aufnahmen kommen, die mir sehr gefallen… 🙂 Wir haben auch Tauchroboter, aber die sind recht schwierig zu bedienen.

      VLG Mathias

      1. Hallo Mathias,
        ich fliege seit einigen Jahren selber eine Drohne (im Moment eine DJI Mavic). Ich habe hauptsächlich in Irland Aufnahmen gemacht. Die Landschaft dort bietet sich für Luftaufnahmen aber auch einfach an. Eure Boots- und Inselaufnahmen von oben gefallen mir allerdings auch sehr gut – und ich glaube da geht bestimmt noch was… Ich dachte an Drohnen-Aufnahmen wir beim Ocean-Race 😉
        https://youtu.be/h04_4Msuw2k

        Mit den Restriktionen beim Fliegen bin ich insofern auch vertraut. Falls ihr die Seite nicht ohnehin schon kennt, empfehle ich Dir den folgenden Link für die weltweiten Regeln:
        https://my-road.de/drohnen-gesetze-weltweit/

        Vielleicht kannst Du Euren Rauchroboter ja zur Entfernung von Algen und Krebsen unter den Rümpfen einsetzen 😄. Ich bin sehr auf die weiteren Entwicklungen gespannt!

        Beste Grüße – Matthias

        1. Hallo Matthias, also, eine Drohne vom Schiff vor Anker aus starten und insbesondere landen, das ist immer noch mit etwas Stress verbunden. Wenn wir in Fahrt sind, wird dieser Stress noch mal viel größer. Das habe ich mir bisher nicht getraut. Als nächsten Schritt mache ich vielleicht Aufnahmen, wenn wir unter Motor sind. Dann kann man zumindest das Schiff schnell aufstoppen…

          Bisher habe ich sie immer im intelligenten Modus fliegen lassen, wo sie Hindernisse erkennt, aber das macht das Landen auf einem Schiff nicht unbedingt leichter…

          Wir haben eine Mavic 2 Pro.

          Danke für den Link, den benutze ich auch! 🙂

          VLG Mathias

          1. Das starten und landen auf einem Schiff gehört sicher zur hohen Kunst beim Drohnenflug! Bloß nicht aus Versehen die „Return to home“ Taste drücken während Du auf einem Schiff bist, das könnte eine Wasserlandung geben. Beim starten und landen vom Schiff würde ich empfehlen alle Sensoren auszuschalten (die können übrigens auch Probleme bereiten, wenn Du in Richtung tiefstehender Sonne fliegst – die wird gern mal als Hindernis identifiziert). Ansonsten würde ich auf einem Schiff auch immer Starts und Landungen aus der Hand empfehlen. Es gibt bei YouTube ganz gute Trainingsvideos dazu. Das kostet zu Anfang zwar etwas Überwindung, ist aber die sicherste Methode (solange Du die Hand schön flach hälst und nicht in die Propeller greifst). Mit Starts und Landungen aus der Hand lässt sich die Mavic auch in unwegsamen Gelände oder am Strand starten. Aber bei solchen Aktionen immer die Sensoren ausstellen 😉 Viel Erfolg, als Luftbild-Fan bin ich schon sehr auf die Aufnahmen gespannt! LG aus HH – Matthias

  5. Liebe Birte,
    durch Deine Bilder und Deine Erzählung wird der Landgang richtig spannend!

    Lieber Mathias, an Dich eher eine technische Frage, die mir schon länger durch den Kopf geht – nicht ganz so lange, wie Ihr schon vor Anker liegt 😉
    aber.. müsst Ihr Euch nicht langsam Gedanken machen, wie Ihr die Bildung eines künstlichen Riffs durch Bewuchs Eures Schiffes verhindert? Hier an der Ostsee werden die Boote und Schiffe jedes Jahr mühsam im Bereich des Unterwasserschiffs gereinigt und wieder neu „beschichtet“.
    Eure Laufrunden an Bord finde ich auch spannend… Machen das auch die anderen Schiffsmannschaften oder schauen die nur interessiert zu? Wären nicht Laufbänder oder Spinningräder eine Alternative?
    Viele Liebe Grüße und bleibt gesund, Thorsten

    1. Lieber Thorsten, Ja, der Bewuchs ist ein riesiges Problem in diesem warmen Wasser hier. Es sind schon viele Pocken und ich sehe sogar Krebse rumkrabbeln. Ich versuche das mit einem Schaber in Schach zu halten, aber drei Rümpfe…. Vielleicht macht Birte ja auch mal davon ein Photo, wie ich da kopfüber im Dinghy hänge. Ich versuche so viel wie möglich vom Dinghy aus zu machen, da das Wasser nicht einladend ist, und ich eh nur ungern ins Wasser gehe… 😀

      Ich hatte Überlegungen angestellt, eins unser Klappräder auf einen Ständer zu stellen und so auch an Bord verwenden zu können. Das Projekt ist noch nicht so richtig weiter gekommen. Wir müssen den Ständer aber selber basteln aus Dingen, die wir an Bord haben, da man nichts kaufen oder bestellen kann hier. Fast wie auf der Apollo, wenn man dort ein Problem hat… 😉

      VLG Mathias

  6. Liebe Birte, lieber Mathias,
    euer Ankerplatz in Panama ist sicher nicht der beste auf der Reise um den Globus, aber er ist ein sicherer mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Auf eurem großen Schiff mit der excellenten Ausrüstung seid ihr jetzt nicht viel schlechter dran als eine Familie in einer kleinen Wohnung ohne Balkon in einer Großstadt. Trotzdem hoffe ich für euch, dass ihr bald weiterfahren könnt. Es gibt so viele schöne Ankerplätze im Pazifik.
    Herzliche Grüße, Gerhard

  7. Lieber Gerhard, ja, es geht uns eigentlich recht gut hier. Die Hitze macht mehr zu schaffen als die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Aber ok, wir haben viel zu tun und machen das Beste draus. Meine Sammlung an Digests for Anchoring werden demnächst fertig sein, dann muss ich mir eine neue Aufgabe suchen… z.B. Unterwasserschiff säubern… 😀

    Mit kleinen Kindern wäre das hier jetzt Stress auf dem dann engen Raum…

    VLG Mathias

  8. Hallo Matthias, das Tool für diese Webseite hat sich erschöpft mit dem Einrücken nach Rechts… Kein Antwort Button bei Dir mehr da… 😉

    Also ja, ich habe es gesehen, die Drohne per Hand landen zu lassen. Dann braucht man zwei Leute. Und wenn das Schiff sich bewegt, ist es immer noch nicht trivial.

    Wir haben als Trimaran ja relativ viel Deck und so hoffe ich, dass ich die Drohne dort immer noch landen lassen kann.

    VLG Mathias

  9. Wie habt Ihr denn das Luftbild von Eurem Schiff gemacht? Gibt es in der Marina einen Aussichtsturm oder seid Ihr drohnenmächtig?

    1. Wir sind drohnenmächig… 🙂

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