SAN

three hulls, two people, one trip around the world…

Ankerketten-Rechner

Sichereres Ankern mit einem Ankerketten-Rechner!

This page can be found in English here: https://trimaran-san.de/anchor-chain-calculator/

Cette page se trouve en français ici: https://trimaran-san.de/calculateur-de-chaine-dancre/

  • Berechnet die erforderliche minimale Ankerkettenlänge / Trossenlänge auf der Grundlage der Schiffseigenschaften und Wetter-/Seebedingungen.
  • Berechnet Ankerlast und Zugwinkel am Ankerschaft.
  • Berücksichtigt Ankerstropp und Hahnepot.
  • Kette oder Trosse nicht lang genug? Der Ankerketten-Rechner sagt Ihnen, welche Auswirkungen dies hat.
  • Verschiedene Schiffskonfigurationen können unter verschiedenen Namen gespeichert werden.
  • NEU: Berechnet auch die Kombination aus Kette und Trosse.
  • Video zur App.

Eine gute Methode, eine lange und hitzige Debatte zu beginnen, ist, in eine Bar voller Segler zu gehen und eine Diskussion darüber anzufangen, wie man richtig ankert. Es scheint kein Thema kontroverser diskutiert zu werden als das Ankern! Und doch scheint es so einfach zu sein – Sie werfen Ihren Haken aus, stellen sicher, dass die Kette und/oder die Trosse lang genug ist, stellen sicher, dass der Haken greift, und das war’s. Dennoch scheint jeder sein eigenes Rezept zu haben, wie man es richtig macht, wenn es ums Ankern geht.

Und natürlich, wenn Sie allein in einer großen Bucht vor Anker liegen, können Sie die gesamte Kette ausbringen, die Sie haben. Und dann denken Sie vielleicht: „Na ja, alles gut, mehr hätte ich unmöglich tun können.“

Aber stimmt das?

Hier können Zweifel aufkommen – wird es reichen, was Sie getan haben? Wäre es nicht toll, ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wie Ihre Ankerausrüstung dem für die nächste Nacht vorhergesagten schweren Wetter standhalten wird? Haben Sie Sicherheitsmargen eingebaut? Ist ein Kettenlängen zu Tiefen Verhältnis von 5:1 wirklich ausreichend? Oder sollte ich bis zu 7:1 gehen? Oder sogar noch mehr? Wie sieht es mit Ankerstropps und Hahnepot aus? Brauche ich die? Oder eine Trosse? Oder vielleicht müssen Sie so wenig Kette wie möglich verwenden, da Sie in der Nähe eines Nachbarn vor Anker liegen oder ein Korallenriff in der Nachbarschaft ist. Wie weit können Sie die Kette reduzieren und trotzdem sicher liegen? Sollten Sie lieber eine Kombination aus Kette und Trosse verwenden?

Kurz gesagt, was sind die Parameter, die Ihnen eine gute Einschätzung geben, ob Sie alles Vernünftige getan haben, um sicher vor Anker zu liegen und nicht in andere Schiffe, auf ein Riff oder an Land getrieben zu werden! In der Nacht…, bei Sturm…

Diese Ankerketten App soll Ihnen helfen, diese Einschätzung zu erhalten. Sie hilft Ihnen z.B., die Mindestlänge der Kette oder der Trosse zu bestimmen, die Sie ausbringen müssen, basierend auf einer Reihe von Wetterbedingungen und Schiffsparametern. Mit dieser Mindestlänge der Kette / Trosse wird der Anker am wenigsten belastet und hat damit die größte Chance zu halten. Und wenn Sie diese Ketten- /Trossenlänge aus dem einen oder anderen Grund nicht ausbringen können, sagt Ihnen die App, in welchem Winkel die Kette dann am Anker zieht und wie stark die Ankerlast dabei zunimmt. Je grösser dieser Winkel ist, desto weniger wird der Anker halten, und deshalb werden Sie diesen Winkel klein halten wollen.

Ein wichtiger Teil Ihrer Ankerausrüstung ist der Ankerstropp / Hahnepot, der für das Abfedern vom Seegang unerlässlich ist und dafür oft nicht ausreichend gewürdigt wird. Spielen Sie mit diesem Parameter herum, um zu sehen, welche enormen Vorteile gute Ankerstropps / Hahnepots haben!

Diese App unterstützt den Dark Mode in iOS und ist abwärtskompatibel bis hinunter zu iOS 10.0 und Android 4.1! Es sollte also noch auf Ihrem sehr alten Android / iPhone / iPad funktionieren… 🙂

Version für iPhone & iPad im Apple Store erhältlich!

Version für Android im Google Play Store! (Android 4.1 hat einige Unschönheiten im Layout, funktioniert aber.)

Kostenlose Online Version verfügbar mit leicht reduzierter Funktionalität (z.B. nur Kette, kein Mix aus Kette und Trosse).

Video zur App.

Benutzung

Unten sehen Sie ein Beispiel für ein 12 Meter langes Einrumpfschiff bei starkem Seegang. Die Windstärke beträgt 27 kn, die Ankertiefe 7 Meter. Wir nehmen an, dass die maximale Rückwärtsgeschwindigkeit des Schiffes vor Anker 0,7 kn beträgt, und dass (leider!) überhaupt kein Ankerstropp / Hahnepot vorhanden ist. Die App berechnet, dass 72,5 Meter Kette für eine perfekte Kettenkurve benötigt werden – was einem Ketten zu Tiefen Verhältnis von mehr als 10:1 entspricht!

Angenommen, Sie haben nicht so viel Kette in der Vorpiek. Sie haben nur 55 Meter, was nicht ausreicht. Also geben wir diesen Wert in das Feld Max ein. Nun zieht die Kette am Ankerschaft mit fast 5º, und die Ankerlast hat sich von 733,7 daN auf 1130 daN erhöht. (Ein daN entspricht ungefähr einem kp – kilo pond). Das ist eine beträchtliche Zunahme, und wenn der Meeresboden keinen guten Halt bietet, kann diese Last für den Anker schon zu viel sein.

Bislang haben wir weder einen Ankerstropp noch einen Hahnepot eingesetzt. Lassen Sie uns diesen also hinzufügen – und wenn wir schon dabei sind, soll es auch ein „sehr guter“ Ankerstropp / Hahnepot sein. Jetzt wird viel weniger Kette benötigt, nur noch 49,3 Meter. Noch besser ist, dass die Ankerlast auf 336 daN gesunken ist, das ist etwas mehr als ein Viertel der Last, die wir ohne diesen guten Ankerstropp / Hahnepot hatten. Nur zur Information: Die App gibt auch an, wie viel der Schwellenergie vom Ankerstropp / Hahnepot und wie viel von der Kette absorbiert wird. Unten sehen wir, dass der Ankerstropp / Hahnepot 64,3 % der Schwellenergie aufnimmt, was erklärt, warum die Ankerlast und die Kettenlänge so stark reduziert wurden. Der Ankerstropp / Hahnepot ist einfach sehr effektiv!

Allgemeine Hinweise: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Um den Ergebnissen dieser App eine gewisse Sicherheitsmarge hinzuzufügen, gehen Sie bitte wie folgt vor: Anstatt einfach nur ein paar Meter Kette zu dem berechneten Ergebnis hinzuzufügen, was nur eine unbekannte Marge ergibt, ist es viel besser, eine explizite Sicherheitsmarge hinzuzufügen, indem man die Windstärke und den Seegang / die Schiffsgeschwindigkeit (Vessel velocity @ anchor) ein wenig über die tatsächlich prognostizierten Werte hinaus erhöht. Auf diese Weise wissen Sie, dass Sie einen Spielraum von z.B. 5 kn bei der Windstärke für besonders unangenehme Böen haben, oder zusätzlich 0,1 kn bei der Schiffsgeschwindigkeit für die Berechnung der Seegangsenergie.

Es ist sehr sinnvoll, mit allen Parametern herumzuspielen, um zu sehen, welche Wirkung sie haben. Auf diese Weise werden Sie in einer besonders schwierigen Situation besser in der Lage sein, Ihr eigenes Urteil zu fällen. Zum Beispiel hat der Winkel des Meeresbodens, auch wenn er oft unbekannt ist, einen starken Einfluss auf die minimal erforderliche Kettenlänge. Interessanterweise ist es nicht immer besser, einen positiven Winkel des Meeresbodens zu haben, bei dem sich Ihr Schiff in flacherem Wasser als der Anker befindet. Ja, es ist vorteilhaft für den Winkel, mit dem die Kette am Ankerschaft zieht, aber es ist schlecht im Hinblick darauf, wie viel Seegang die Kette abfedern kann.

Wo wir gerade vom Seegang sprechen: Wenn Sie mit dem Ankerstropp / Hahnepot herumspielen, werden Sie bald feststellen, wie wichtig diese Ausrüstung für die Minimierung der Ankerlast bei starkem Seegang ist. Insbesondere in flachem Wasser macht der Seegang zu schaffen, wenn kein Ankerstropp / Hahnepot vorhanden ist. In einem solchen Fall kann es sogar vorteilhaft sein, in tieferes Wasser auszuweichen, um die Ankerlast zu reduzieren. Möglicherweise brauchen Sie dann sogar nicht mehr Kette auszubringen! Leider wird die große Bedeutung guter Ankerstropps / Hahnepots nur zu oft übersehen. Die nachstehende Tabelle mit verschiedenen Ankerszenarien zeigt deutlich, wie wichtig Ankerstropps / Hahnepots in flachem Wasser sind. Was für ein Unterschied zwischen einem Ankern auf 5 Metern ohne Ankerstropp und einem Ankern auf 9 Metern mit einem hervorragenden Ankerstropp: 1322 daN gegenüber nur 162 daN Ankerlast! Auch ohne Ankerstropp („No Snubber“) ist es vorteilhaft, das Schiff von 5 auf 9 Meter Tiefe zu verlegen, wenn man eine Kette von fester Länge, hier 50 Meter, verwendet. Zwar erhöht sich der Zugwinkel am Ankerschaft etwas, wodurch sich die maximale Haltekraft des Ankers geringfügig verringert, aber die deutlich geringere Ankerlast gleicht dies mehr als aus.

Vergleich von verschiedenen Ankersituationen mit einer maximalen Kette von 50 Metern. Es ist viel Schwell vorhanden (Velocity at anchor ist groß), und man sieht, dass die Last am Anker in flachem Wasser und ohne Ankerstropp extrem groß wird. Ein Ankerstropp macht viel mehr, als nur die Ankerwinsch zu entlasten!

Hauptbildschirm

Wenn die App startet, erscheint ein Hauptbildschirm, auf dem Sie alle benötigten Informationen eingeben und überprüfen können. Hier stehen zwei Modi zur Verfügung: Basismodus und Expertenmodus. Sie können jederzeit mit dem Schalter am oberen Bildschirmrand zwischen den beiden Modi umschalten, um zu sehen, was ein Parameterwert in dem einen Modus im anderen Modus entspricht. Direkt daneben befindet sich auch ein Schalter zur Auswahl der physikalischen Einheiten für Ein- und Ausgabe: daN für metrische SI-Einheiten und Kräfte in daN (welches ungefähr einem kilo pond, kp, entspricht), kp wiederum für metrische SI-Einheiten, aber mit kp für Kräfte, und schließlich lbs/lbf, wenn Sie imperiale Einheiten wie Fuß und Pfund verwenden möchten. Manch einer kommt mit diesen Einheiten durcheinander: kp oder Kilopond ist eine Einheit der Kraft, während kg oder Kilogramm eine Einheit des Gewichts ist. Auf der Erde haben beide den gleichen numerischen Wert ;). Das Gleiche gilt für lbf und lbs bei den imperialen Einheiten.

Um Eingaben in ein Textfeld zu machen, wählen Sie es einfach mit dem Finger aus und verwenden Sie die Tastatur, um alte Werte zu ändern oder einen völlig neuen Wert einzugeben. Auf der rechten Seite innerhalb jedes Textfeldes befindet sich beim iPhone / iPad ein kleiner Knopf, mit dem Sie das gesamte Textfeld in einem Rutsch löschen können. Einige Eingaben – wie z.B. die Kettenstärke – werden über ein Pulldown-Menü präsentiert. Alle Eingaben werden gespeichert und sind somit beim nächsten Start der App bereits voreingestellt. Sie müssen dann nur die Eingaben aktualisieren, die sich geändert haben.

Wenn alle Eingaben gemacht worden sind, drücken Sie den roten Knopf Calculate! im unteren Teil des Bildschirms, um alle Ausgaben zu berechnen. Wenn dieser Knopf schwarz ist, bedeutet dies, dass die angezeigten Ausgabeparameter mit den Eingabeparametern konsistent sind. Wenn er rot ist, müssen Sie diesen Knopf erneut drücken, um die Ausgabe zu aktualisieren.

Vessel name / Schiffsname: Klicken Sie auf das Trimaran-SAN-Logo oben rechts, um einen Schiffsnamen einzugeben und eine Konfiguration mit schiffsspezifischen Parametern auszuwählen/zu bearbeiten. (Alternativ können Sie auch ganz oben auf den Namen der App / des Schiffes klicken). Zum Beispiel können Sie hier die verschiedenen Parameter für Ihre verschiedenen Ankerstropps / Hahnepots speichern. Um versehentliche Änderungen zu verhindern, können Konfigurationen mit Hilfe des Schlosssymbols oben links gesperrt werden. In diesem Fall sind Eingabefelder, die nicht geändert werden können, in grauer Schrift gehalten. Bitte beachten Sie, dass Sie eine Konfiguration erst entsperren müssen, bevor Sie ihren Namen wieder ändern können.

Basismodus

Im Basismodus müssen die folgenden Eingaben gemacht werden:

Vessel weight / Gewicht des Schiffes: Die Verdrängung des Schiffes – in kg, nicht in Tonnen. Das Gewicht wird nur zur Berechnung der Energie des Seegangs benötigt.

Vessel Length/ Schiffslänge: Im Basismodus nehmen wir die Länge des Schiffes, anstatt seine Windangriffsfläche zu berechnen. Hierfür verwenden wir die Robert Smith Ankergeschirr Tabelle für Einrumpfboote. Diese Werte werden dann um heuristische Faktoren für KatamaraneTrimarane und schlankemittlere oder sperrige Schiffe ergänzt, die Sie mittels Menu auswählen müssen. Sie können jederzeit in den Expertenmodus wechseln und sehen, was Ihre Eingabe in Bezug auf die Windangriffsfläche bedeutet.

Wind strength / Windstärke: Berücksichtigen Sie hier auch die Böen, aber denken Sie daran, dass die Windgeschwindigkeit an der Mastspitze höher ist als auf Deck, wo sich der größte Teil der Windangriffsfläche befindet. Relevant ist also eher die Windgeschwindigkeit auf Decksebene.

Anchor depth/ Ankertiefe: Gemessen an der Position des Ankers, nicht des Schiffes. Referenzpunkt (0 Meter Tiefe) ist die Bugrolle, nicht die Wasseroberfläche. Der Einfachheit halber ist dieser Wert in zwei Eingabefelder aufgeteilt, in die Sie nach Belieben die Ankertiefe aufteilen können. So können Sie z.B. im ersten Feld die feste vertikale Differenz zwischen der Bugrolle und dem Referenzpunkt Ihres Echolots speichern – das ist meistens entweder die Wasseroberfläche oder die Unterkante des Kiels. Dann können Sie das zweite Feld immer für die Echolotablesung verwenden, ohne weitere Umrechnungen im Kopf vornehmen zu müssen. In Gezeitengewässern verwenden Sie die Wassertiefe bei Flut, überprüfen Sie aber auch bei Ebbe, wenn der Seegang zu groß und der Ankerstropp / Hahnepot schlecht oder nicht vorhanden ist. Denken Sie daran, dass für eine Kette (ohne Trosse) der Seegang in flachem Wasser sehr viel aggressiver ist als im tiefen Wasser.

Seabed angle / Winkel der Steigung des Meeresbodens: Falls nicht bekannt, auf 0 setzen. Zu verwenden, wenn der Meeresboden zwischen Schiff und Anker ein erhebliches Gefälle aufweist. Ein positiver Winkel bedeutet, dass sich der Anker in tieferem Wasser als das Schiff befindet. Spielen Sie mit diesem Parameter herum, um zu sehen, welche Wirkung er hat. Achten Sie auf Änderungen der Windrichtung, da diese den Winkel des Meeresbodens beeinflussen! Bei Android ist es möglich, dass Sie den Knopf ‚-‚ zwei Mal drücken müssen, um ein Minus Zeichen zu erhalten statt eines Dezimalkommas.

Chain size/ Stärke der Kette: Verwenden Sie das Pulldown-Menü, um aus einer großen Auswahl von Ketten in metrischen und imperialen Einheiten zu wählen.

Max [Kettenlänge]: Wenn dieser Parameter leer oder 0 ist, berechnet diese App die Länge einer perfekten Kettenkurve, bei der die Kette horizontal in Bezug auf den Ankerschaft zieht, was hinsichtlich der Haltekraft optimal ist. Dies kann jedoch dazu führen, dass Sie mehr Kette ausbringen sollen, als Sie haben – oder bereit sind auszubringen, z.B. wenn der Schwoikreis einen bestimmten Wert nicht überschreiten darf, um Hindernissen oder Nachbarn, die um Sie herum ankern, fern zu bleiben. Verwenden Sie in einem solchen Fall das Eingabefeld Max, um die Kettenlänge zu begrenzen. Bitte beachten Sie, dass die Beschränkung der Kettenlänge immer auf Kosten einer reduzierten Haltekraft des Ankers geht.

Fix [Trossenlänge]: Die Länge der auszubringenden Trosse. Wenn auf 0 gesetzt, berechnet die App die notwendige Trossenlänge, damit der Kettenvorläufer parallel und ohne Winkel am Ankerschaft zieht. Beachten Sie, dass bei einer Kombination aus Kette und Trosse die Länge des Kettenvorläufers mittels einer Eingabe im Feld Max auf einen bestimmten Wert (möglicherweise 0) gesetzt werden muss.

Swell energyVessel velocity and Vessel weight: Die Schwellenergie, die Schiffsgeschwindigkeit und das Schiffsgewicht hängen alle über die kinetische Energie des Schiffes zusammen, so dass nur entweder die Schwellenergie oder die Schiffsgeschwindigkeit eingegeben werden muss. Verwenden Sie Ihren Kartenplotter und bestimmen Sie die Komponente der maximalen Geschwindigkeit über Grund (SOG), die vom Anker weg zeigt, um eine grobe Schätzung der Geschwindigkeit zu erhalten. Typische Werte sind 0,2 bis 0,7 kn. Größere Werte bedeuten im Allgemeinen, dass Sie an der falschen Stelle ankern! Häufig ist ein Ankerstropp / Hahnepot erforderlich, um den Effekt von Schwell klein zu halten.

Snubber [quality]: Ankerstropp / Hahnepot [Qualität]: Im Basismodus brauchen Sie nur eine von wenigen voreingestellten Auswahlmöglichkeiten für Ihren Ankerstropp / Hahnepot auszuwählen, die von „none“ bis „excellent“ reichen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die von der App vorhergesagte Dehnung des Ankerstropps / Hahnepots größer ist als die tatsächlich beobachtete, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass Ihr Ankerstropp / Hahnepot nicht so gut ist, wie Sie vielleicht denken, und Sie sollten ihn schlechter bewerten bis die berechnete Dehnung mit der von Ihnen beobachteten übereinstimmt. Sie können jederzeit in den Expertenmodus wechseln, um zu sehen, welchen Werten diese voreingestellte Auswahl in Bezug auf die Dehnung des Ankerstropps / Hahnepots bei 8 Beaufort / 40,2 kn entspricht. Wenn Sie „custom“ auswählen, können Sie einen beliebigen Wert für den Snubber im Basic Mode einstellen. Dieser Wert wird intern gespeichert und es ist daher möglich, beliebig zwischen den verschiedenen Snubber [quality] Werten hin und her zu schalten. Wenn Sie das Datenblatt Ihres Ankerstropps / Hahnepots und insbesondere dessen Dehnung bei einer bestimmten Last kennen, können und sollten Sie diese entweder im Expertenmodus oder als „custom“ Wert im Basismodus eingeben. Die Schritte zur Durchführung der erforderlichen Konvertierungen in das Format, welches diese App als Eingabe benötigt, werden in einem Tipp im Abschnitt Expertenmodus beschrieben.

Rope elasticity / Trossenelastizität: Im Basismodus können Sie die Elastizität Ihrer Ankertrosse in qualitativer Hinsicht angeben. Was das bedeutet, können Sie überprüfen, indem Sie vorübergehend in den Expertenmodus wechseln. Bitte beachten Sie, dass bei sehr starkem Wind / Schwell zu viel Elastizität die Trosse überfordern kann und weniger besser/sicherer ist.

Snubber Quality mit ‚custom‘ Auswahl

Rechts neben den Eingabeparametern befindet sich ein Knopf, hinter dem die meisten der Informationen dieser Seite auch innerhalb der App offline zur Verfügung gestellt werden (auf Deutsch, Englisch, Französisch, Dänisch oder Norwegisch, abhängig von der Systemsprache Ihres Geräts).

Mix aus Kette und Trosse

Mit dem Ketten / Trossen Symbol am rechten Rand des Bildschirms kann man zwischen zwei Modi umschalten: Nur Kette, oder Kettenvorlauf + Trosse. Wenn das Kettensymbol zu sehen ist, wird eine Kette + Ankerstropp / Hahnepot berechnet. Wenn das Trossensymbol zu sehen ist, wird eine Kombination aus Kettenvorläufer und Trosse berechnet. Einen Ankerstropp / Hahnepot gibt es in diesem letzteren Fall klarerweise nicht. Die Länge des Kettenvorläufers wird auf der Ketten Schaltfläche im Feld Max eingestellt. Max = 0 bedeutet hier, dass nur eine Trosse und kein Kettenvorläufer verwendet wird. Klarerweise sind die Angaben für den Ankerstropp / Hahnepot irrelevant, wenn statt dessen eine Trosse verwendet wird.

Die Eigenschaften der Trosse werden genauso wie beim Ankerstropp / Hahnepot eingegeben, nur mit dem Unterschied, dass die Angaben nun in % der Länge der Trosse gemacht werden, und nicht in absoluten Längeneinheiten. Stretch @ 8 BFT ist also die prozentuale Dehnung der Trosse bei 8 Beaufort. Wenn man diese Dehnung bei 8 Beaufort nicht kennt, sondern z.B. nur die prozentuale Dehnung S bei einer nominalen Arbeitslast WL, dann kann man einen Dreisatz verwenden, um die Dehnung bei 8 Beaufort zu ermitteln: S * AL / WL, wobei AL die Ankerlast bei 8 Beaufort ist. Letztere erhält man, wenn man in der App Ankertiefe 0, Velocity @ anchor 0, und 8 Beaufort (40,2 kn) als Windlast eingibt.

Auf der Trossen Schaltfläche kann man im Feld Fix die zu verwendene Trossenlänge vorgeben. In diesem Fall kann es sein, dass ein Teil der Ankerkette auf dem Seegrund liegen bleibt, oder aber auch, dass zu wenig Kette / Trosse gesteckt worden ist, um den Kettenvorläufer ohne Winkel am Ankerschaft angreifen zu lassen. Ob und wenn ja wieviel Kette liegen bleibt, kann man daran erkennen, dass die ausgegebene minimale Kettenlänge geringer ist als die in Max vorgegebene Länge des Kettenvorläufers. Die Differenz bleibt am Seegrund liegen.

Wenn man auf der Trossen Schaltfläche Fix = 0 eingibt, dann wird die Länge der Trosse berechnet, die benötigt wird, damit die Kette ohne Winkel am Ankerschaft angreift. Hier kann sehr schnell ein sehr großer, vollkommen unrealistischer Wert herauskommen, wenn der Kettenvorläufer kurz ist. Wenn keine Trosse benötigt wird und nur die Kette ausreicht, wird eine Trossenlänge von 0 angezeigt.

Ansonsten wird eine Trosse genau wie ein Ankerstropp / Hahnepot behandelt und deshalb können alle Beschreibungen der letzteren auch sinngemäß für die Trosse verwendet werden. Die Trosse ist wie ein Ankerstropp / Hahnepot ein linearer oder auch nichtlinearer Energiespeicher zum Puffern von Spitzenlasten. Im Basic Mode sind einige Werte voreingestellt, aber man kann im Feld custom oder im Expert Mode auch seine eigenen Werte definieren, welche man entweder gemessen hat, oder aus dem Datenblatt der Trosse entnommen hat. Auch hier gilt, die Ergebnisse sind mit dem gesunden Menschenverstand zu überprüfen. Wenn die Trosse sich um 50% dehnen soll, aber immer noch nicht ihre Bruchlast erreicht hat, dann stimmt irgend etwas nicht mit der Charakterisierung / Dimensionierung der Trosse.

Zu guter Letzt: Es ist recht einfach möglich, Parameter für die App zu wählen, welche das Ankergeschirr überfordern. Z.B. wird ein zu großer Schwell und zu kleine Ankerstropps / Hahnepots oder eine nicht genügend elastische Trosse dazu führen, dass die Energie nicht mehr vollständig absorbiert werden kann. In diesem Fall gibt die App eine Fehlermeldung aus — meistens auch mit einem Tipp, worin das Problem bestehen könnte. In grenzwertigen Fällen tut sich die App auch schwer, eine Lösung zu finden und es wird einen Moment dauern, bevor ein Ergebnis vorliegt.

Ausgaben des Ankerketten-Rechners

Die App berechnet eine Reihe von Werten für Ihr Kettengeschirr, z. B:

Chain length / Länge der Kette: Entweder die minimal erforderliche Länge einer Kette, die parallel zum Ankerschaft am Anker zieht, oder die in den Eingabewerten angegebene Max Kettenlänge, wenn diese kürzer ist. Im letzteren Fall wird der Zugwinkel am Anker grösser als Null sein – was zu einer reduzierten Haltekraft des Ankers führt! Winkel von weniger als 6º können – je nach Anker – immer noch in Ordnung sein. Bitte beachten Sie, dass die von dieser App berechnete Kettenlänge vom Anker bis zur Bugrolle führt.

Rope length / Trossenlänge: Die Länge der Ankertrosse, wenn nur Trosse oder eine Kombination aus Trosse und Kettenvorläufer verwendet wird. Wenn Sie die Länge der Trosse nicht vorgeben, indem Sie diesen Wert in Fix auf 0 setzen, berechnet die App die erforderliche Trossenlänge, damit der Kettenvorläufer (der Länge Max, wie in der Kettenansicht eingegeben) mit einem Winkel von Null am Ankerschaft zieht. Diese Werte können schnell sehr groß und unrealistisch werden. Wenn nur eine Trosse verwendet wird (indem Max in der Kettenansicht auf 0 gesetzt wird), wird der Zugwinkel natürlich immer größer als 0 sein. Wenn Sie eine bestimmte Trossenlänge ausbringen wollen, setzen Sie diesen Wert in Fix in der Trossenansicht.

Anchor load / Angle / Ankerlast / Winkel: Die Last, die der Anker halten können muss / der Winkel, mit dem die Kette am Ankerschaft zieht (relativ zur Steigung des Meeresbodens gemessen). Ob der Anker diese Last halten kann, liegt jedoch ausserhalb des Anwendungsbereichs dieser App! Dies wird von der Qualität des Ankers und der Beschaffenheit des Meeresbodens abhängen. Bitte beachten Sie, dass der Seegang einen massiven Einfluss auf die Ankerlast hat – insbesondere in flachem Wasser und wenn nur eine Kette ohne Ankerstropp oder Trosse verwendet wird. Wenn dieser Winkel Null ist, ist die Kette eine perfekte Kettenkurve. Winkel größer als Null können nur auftreten, wenn die Kettenlänge beschränkt wird. Wenn die Kette mit einem Winkel am Ankerschaft angreift, wird die maximale Haltekraft des Ankers reduziert. Allgemein akzeptierte ungefähre Werte hierfür sind 85% @ 8.2°, 70% @ 11.5°, 40% @ 19.5°, 10% @ 30°. Bis 6° sind die Ergebnisse in Orange eingefärbt, da drüber in Rot.

Bow load / Angle/ Buglast / Winkel: Die Last an der Bugrolle und der Winkel der Kette dort in Bezug auf die Wasseroberfläche. Diese Last ist aufgrund des Gewichts der Kette etwas größer als die Ankerlast. Wenn Sie die Bruchlast BL Ihres Ankerstropps / Hahnepots kennen, können Sie diese im Expertenmodus angeben, und die Farbkodierung ist dann wie folgt: Bis zu 50% BL Schwarz, bis zu 75% BL Orange und darüber hinaus Rot.

Bow swinging circle / Bug Schwoikreis: Gemessen von der Spitze des Ankerschaftes bis zur Bugrolle, so dass mindestens die Länge des Schiffes addiert werden muss, um den wahren Schwoikreis zu erhalten.

Snubber stretch / Dehnung des Ankerstropps / Hahnepots: Gibt an, um wie viel sich der Ankerstropp / Hahnepot unter dieser Belastung elastisch dehnt. Nicht überdehnen! Eine Dehnung um 25% der ursprünglichen Länge kann für einen guten Ankerstropp / Hahnepot in Ordnung sein, 50% sind es aber nicht. Eine solche Beanspruchung kann diesen überlasten und zum Reißen bringen. Wie stark die Dehnung ist, und ob diese eine Überlastung darstellt, hängt vom verwendeten Material des Ankerstropps / Hahnepots ab. Aber als Richtschnur haben wir einen Snubber stretch von 100–150% der nominalen Ausdehnung bei 8 BFT mit Orange markiert, und alles da drüber in Rot. Wenn Sie die maximal erlaubte Dehnung MS Ihres Ankerstropps / Hahnepots kennen, können Sie diese im Expertenmodus angeben, und die Farbcodierung ist dann wie folgt: Bis zu 50% MS Schwarz, bis zu 75% MS Orange und darüber hinaus Rot. (Tipp: Justieren Sie die Länge des Kettensegments zwischen Bugroller und Befestigungspunkt des Ankerstropps / Hahnepots an der Kette, sodass die Kette die Last übernimmt, wenn die maximale Dehnung des Ankerstropps / Hahnepots erreicht ist.) Außerdem verschleißen Ankerstropps / Hahnepots mit der Zeit und haben nur eine begrenzte Anzahl von Dehnungszyklen. Ersetzen Sie diese daher in regelmäßigen Abständen!

Rope stretch / Dehnung der Ankertrosse: Ganz analog zur Dehnung der Ankerstropps gibt dies die Dehnung der Ankertrosse in Prozent an, wenn eine Kombination aus Kettenvorläufer und Trosse, oder nur eine Trosse verwendet wurde. Wenn Sie im Expertenmodus die maximal zulässige Dehnung eingegeben haben, zeigt die Farbkodierung an, wie stark die Trosse belastet wurde: 50 bis 75% vom maximal erlaubten Wert ist Orange, darüber hinaus ist es Rot.

‚%‘: Gibt an, welcher Anteil der Schwellenergie von dem Ankerstropp / Hahnepot/ Trosse – im Gegensatz zur Kette – absorbiert wird. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen – dieser Prozentsatz bezieht sich auf die Energieabsorption, nicht auf die elastische Dehnung. In flachem Wasser nimmt eine guter Ankerstropp / Hahnepot 50% und mehr der Schwellenenergie auf. In tieferem Wasser ist die Kette effektiver und hat einen größeren Anteil an der Energieabsorption.

Errors / Fehler werden ausgegeben, wenn die Kette + Ankerstropp / Hahnepot / Trosse nicht die ganze Energie vollständig aufnehmen kann. Dies kann bei einer zu kurzen Kette, durch zu viel Seegang ohne Ankerstropp / Hahnepot / Trosse und / oder aufgrund eines zu großen Meeresbodenwinkels passieren. Das Ankern wird in diesem Fall nicht sicher sein!

Rechts neben den Ausgabeparametern befindet sich ein Knopf, hinter dem die meisten der Informationen dieser Seite auch innerhalb der App offline zur Verfügung gestellt werden (auf Deutsch, Englisch, Französisch, Dänisch oder Norwegisch, abhängig von der Systemsprache Ihres Geräts).

Version für iPhone & iPad im Apple Store erhältlich! Version für Android im Google Play Store! (Android 4.1 hat einige Unschönheiten im Layout, funktioniert aber.) Kostenlose Online Version verfügbar mit leicht reduzierter Funktionalität (z.B. nur Kette, kein Mix aus Kette und Trosse).

Expertenmodus

Der Basismodus umgeht zwei Parameter des Expertenmodus, deren genaue Bestimmung etwas schwierig ist. Der erste ist die Windangriffsfläche – also der effektive Querschnitt des Schiffes, welcher dem Wind zugewandt ist – während der zweite „schwierige“ Parameter die Elastizität des Ankerstropps / Hahnepots ist. Wie wirksam ist dieser Ankerstropp / Hahnepot? Im Folgenden beschränken wir die Diskussion nur auf diese beiden Eingabeparameter, die sich im Expertenmodus vom Basismodus unterscheiden: Die Parameter Schiffslänge und Ankerstropp / Hahnepot [Qualität] verschwinden, stattdessen haben Sie die folgenden neuen Parameter:

Windage area  / Windangriffsfläche: Dieser Parameter muss nur einmal bestimmt werden! Um die Windangriffsfläche abzuschätzen, berechnen Sie grob den dem Wind zugewandten Frontalquerschnitt Ihres Schiffes – evtl. in einem Winkel, um ein leichtes Drehen des Schiffes am Anker zu berücksichtigen! Vergessen Sie nicht den Mast und das Großsegel. Diese Fläche (in der obigen Abbildung schraffiert) muss dann mit dem Faktor 0,7 bis 1,1 multipliziert werden, je nachdem, wie stromlinienförmig Ihr Schiff ist, um die Windangriffsfläche zu erhalten. Für andere, präzisere Methoden zur Messung der Windangriffsfläche besuchen Sie bitte meine Homepage: https://trimaran-san.de/die-kettenkurve-oder-wie-ein-mathematiker-ankert/. Es ist sicherer, diesen Parameter eher zu groß als zu klein abzuschätzen.

Snubber breaking load: Die Bruchlast des Ankerstropps / Hahnepots. Sie wird nur zur farblichen Kennzeichnung der Ergebisse für die Last am Bug verwendet.

Rope breaking load: Die Bruchlast der Trosse. Sie wird nur zur farblichen Kennzeichnung der Ergebisse für die Last am Bug verwendet.

Snubber maximal stretch: Die maximal erlaubte Dehnung des Ankerstropps / Hahnepots. Sie wird nur zur farblichen Kennzeichnung der Dehnungsergebnisse des Ankerstropps / Hahnepots verwendet.

Rope maximal stretch: Die maximal erlaubte Dehnung der Ankertrosse. Sie wird nur zur farblichen Kennzeichnung der Dehnungsergebnisse der Trosse verwendet.

Snubber stretch @ 8 Beaufort / 40,2 kn / Dehnung des Ankerstropps / Hahnepots bei 8 Beaufort / 40,2 kn / 20,7 m/s: Auch hier gilt, dass dieser Kalibrierungsparameter nur einmal bestimmt werden muss! Es ist der Betrag, um den sich der Ankerstropp / Hahnepot Ihres Schiffes bei einem Wind von 8 Beaufort elastisch dehnt — gemessen ohne Seegang und in flachem Wasser. 0,05 Meter Dehnung wären ein ziemlich schlechter Ankerstropp / Hahnepot (wahrscheinlich, weil er einfach zu kurz ist), und 1 Meter wäre eine recht guter. Hundeknochen aus Gummi helfen zwar, aber nicht so sehr, wie man meinen könnte. Wenn Ihr Ankerstropp / Hahnepot maximal um 25% gedehnt werden kann, dann sollten Sie das Kettensegment zwischen Bug und Befestigungspunkt des Ankerstropps / Hahnepots an der Kette so justieren, dass die Kette bei 25% Ausdehnung die Last übernimmt. Zum Schluss sei erwähnt, dass die Annahme einer solchen linearen Abhängigkeit zwischen Dehnung des Ankerstropps / Hahnepots und angelegter Kraft (d.h. doppelte Kraft führt zu doppelter Dehnung) nur eine Näherung ist. Man kann diese Näherung verbessern, indem man in den unten aufgeführten Messungen den Ankerstropp / Hahnepot zunächst mit einer geeigneten Grundlast vorbelegt. Noch besser ist es, eine zweite Messung bei 6 Beaufort vorzunehmen und die App die beste nichtlineare Näherung finden zu lassen.

Tipp: Wenn Sie das Datenblatt Ihres Ankerstropptaus zur Hand haben, also Bruchlast, Arbeitslast und Dehnung pro Meter bei Arbeitslast, dann können Sie diese Daten verwenden, um die Dehnung des Ankerstropps bei 8 Beaufort wie folgt festzulegen: Starten Sie, indem Sie die Dehnung Ihres Ankerstropps bei der angegebenen Arbeitslast berechnen. Wenn sich der Ankerstropp zum Beispiel bei einer Arbeitslast von WL = 1000 kp um 15% dehnt und Ihr Ankerstropp 12 Meter lang ist, dann erhalten Sie die Dehnung des Ankerstropps bei dieser Arbeitslast als WS = 12 * 0,15 m = 1,8 m. Als nächstes verwenden Sie die App, um die Ankerlast AL Ihres Schiffes bei 8 Beaufort (40,2 kn) zu berechnen. Zuerst müssen Sie alle relevanten Daten für Ihr Schiff angeben, also entweder die Windangriffsfläche (Expertenmodus) oder die Schiffslänge und den Schiffstyp (Basismodus). Dann geben Sie 40,2 kn Wind, 0 Ankertiefe und 0 Schiffsgeschwindigkeit vor Anker (also keinen Seegang) an und klicken auf Calculate. Unter der Annahme, dass der Ankerstropp eine lineare Charakteristik hat, ist die Dehnung des Ankerstropps bei 8 Beaufort dann gegeben durch WS * AL / WL. Dies ist einfach der Dreisatz und er funktioniert in jeder physikalischen Einheit.

Snubber stretch @ 6 Beaufort / 26,8 kn / 13,8 m/s: Dasselbe wie bei 8 Beaufort, aber bei etwa der Hälfte der Windlast. Mit diesem 2. Datenpunkt ist es möglich, einen nichtlinearen Ankerstropp / Hahnepot zu charakterisieren. Wird er auf Null gesetzt, wird ein linearer Ankerstropp modelliert. Wenn der Wert größer als Null ist, muss er zwischen (26,8/40,2)^2 = 44,4% und dem vollen Wert bei 8 Beaufort liegen, sonst korrigiert die App entsprechend den jeweils anderen Wert. Aus diesem Grund ist es immer sehr wichtig, bei Änderungen den anderen Wert erneut zu überprüfen. Im nichtlinearen Fall wird die Dehnung x in Abhängigkeit von der Kraft f als x = b*ln(1+c*f) modelliert, wobei b,c>0 ist. Damit bewirkt eine doppelte Kraft höchstens eine doppelte Dehnung. Insbesondere ist es unmöglich, dass die doppelte Kraft z.B. eine dreifache Dehnung verursacht. Dies wäre kein realistisches Szenario. Zu guter Letzt, bitte beachten Sie, dass die Nichtlinearität die Leistungsfähigkeit des Ankerstropps / Hahnepots verschlechtert!

Für einen linearen Ankerstropp ist nur eine einzige Messung erforderlich — bei 40,2 kn. Glücklicherweise können Sie in diesem Fall den unten beschriebenen Skalierungstrick anwenden und die eigentliche Messung bei weniger Wind durchführen. Bei einem nichtlinearen Ankerstropp funktioniert dieser Trick nicht und es werden zwei Messungen benötigt — bei 26,8 und bei 40,2 kn.

Tipp, wie Sie diese elastische Dehnung messen können: Führen Sie bei ruhigem Wetter eine Leine mit wenig Reck parallel zum Ankerstropp / Hahnepot und markieren Sie beide an der Bugseite mit rotem Klebeband. Bei 8 BFT (40,2 kn) Wind messen Sie dann, wie weit die beiden roten Bänder sich relativ zueinander verschoben haben. Sollten Sie sich stattdessen eher für eine Messung bei 20,1 kn entscheiden, also der halben Windgeschwindigkeit, müssen Sie Ihre Messung mit 2^2 = 4 multiplizieren, um den Wert für 8 BFT zu erhalten, da die Windstärke quadratisch von der Windgeschwindigkeit abhängt. Dieser 20,1–kn–Trick funktioniert natürlich nur, wenn der Ankerstropp linear ist!

Zweiter Tipp, wie Sie diese elastische Dehnung messen können: Führen Sie den Ankerstropp / Hahnepot (ein Arm) entlang des Decks, wobei ein Ende irgendwo befestigt ist. Bringen Sie am anderen Ende eine Federwaage an und verbinden Sie die Waage mit einer weiteren kurzen Leine mit einer Winsch. Beispiel: Sie haben eine Hängewaage für Gepäck, die max. 40 daN (ungefähr 40 kp) aushalten kann. Die Ankerlast bei 8 BFT (40,2 kn) wird für diese Waage zu hoch sein – denken Sie daran, dass die Last quadratisch von der Windgeschwindigkeit abhängt – also lassen Sie uns stattdessen bei 40,2/3 kn = 13,4 kn messen und später mit einem Faktor 3^2 = 9 korrigieren. Für Ihr normal gebautes Einrumpfboot von 12 m Länge erhalten Sie mit dieser App eine Ankerlast von 29,2 daN (ohne Schwell). Als nächstes stellen Sie sicher, dass im Ankerstropp / Hahnepot keine Lose sind und markieren die Position der Waage an Deck mit einem roten Band. Nun drehen Sie den Winschgriff, bis Sie 29,2 daN auf Ihrer Skala ablesen können. Dann messen Sie den Abstand zwischen dem roten Band auf dem Deck und der Skala und multiplizieren das Ergebnis mit 9, um die Dehnung des Ankerstropps / Hahnepots bei 8 BFT zu erhalten. Dieser Trick funktioniert natürlich nur, wenn der Ankerstropp linear ist! Wenn es sich um einen Hahnepot handelt, teilen Sie das Ergebnis durch ~1,5, um den zweiten Arm zu berücksichtigen. Wenn Sie genauer sein wollen, müssen Sie berücksichtigen, dass Hahnepots in der Regel schräg an der Kette ziehen.

3. Tipp: Wenn die Waage nicht leistungsfähig genug ist, um die Lasten bei 6 und 8 Beaufort zu messen, Sie dies aber wegen der Nichtlinearität benötigen, sollten Sie die Verwendung eines Flaschenzugs in Betracht ziehen, welcher die Last an der Waage reduziert, und die Messdaten anschließend entsprechend korrigieren.

4. Tipp: Wenn die Waage nicht groß genug ist, um die Last bei 8 Beaufort zu messen, aber bei 6 Beaufort noch funktioniert, machen Sie die 6 Beaufort Messung und dann eine zweite bei z.B. 4 Beaufort. Dann kalibrieren Sie die App für diesen Ankerstropp, indem Sie zunächst die Ankertiefe und die Schiffsgeschwindigkeit beide auf Null setzen und die gemessene Dehnung des Ankerstropps bei 6 Beaufort eingeben. Danach ändern Sie die Einstellung für die Dehnung des Ankerstropps bei 8 Beaufort so lange, bis die für 4 Beaufort berechnete Dehnung des Ankerstropps mit dem übereinstimmt, was Sie gemessen haben. Hierbei immer wieder einmal überprüfen, dass sich der für 6 Beaufort gemessene und eingegebene Wert nicht geändert hat!

5. Tipp (Nur für Nerds! ;)): Wenn Sie Ihren nichtlinearen Ankerstropp / Hahnepot anhand der Herstellerangaben kalibrieren wollen, gehen Sie bitte folgendermaßen vor: Angenommen, der Hersteller hat eine Tabelle für Ihren Ankerstropp, laut der er bei 5000 kp um 6 Meter gedehnt wird, und bei 2500 kp um 3,75 Meter. Sie beginnen damit, die Ankertiefe und die Schiffsgeschwindigkeit auf Null zu setzen. Als Nächstes setzen Sie die Windstärke auf 40,2 kn (8 Beaufort) und die Dehnung des Ankerstropps bei 8 Beaufort auf 6 Meter. Dann ändern Sie im Expertenmodus die Windangriffsfläche, bis die Ankerlast (annähernd) 5000 kp beträgt. Im nächsten Schritt reduzieren Sie die Windstärke, bis die Ankerlast (annähernd) 2500 kp erreicht. Dann ändern Sie die Dehnung des Ankerstropps bei 6 Beaufort, bis die von der App berechnete Dehnung 3,75 Meter beträgt. Beginnen Sie dabei am besten mit einem Wert, der nur geringfügig kleiner ist als der Wert bei 8 Beaufort, und verringern Sie ihn dann in kleinen Schritten. Bitte überprüfen Sie während des Vorgangs, dass sich der Wert für die Dehnung des Ankerstropps bei 8 Beaufort nicht verändert hat! (Die App korrigiert den jeweils nicht angezeigten Wert automatisch, wenn die Werte für 6 und 8 Beaufort zu stark voneinander abweichen). Wenn der Hersteller weitere Daten zur Verfügung gestellt hat — z.B. bei 1000 kp: 1,8 Meter und bei 3750 kp: 4,95 Meter — können Sie nun auch überprüfen, wie gut diese von der App angenähert werden. Jetzt haben Sie den Ankerstropp kalibriert, allerdings noch nicht für Ihr Schiff. Dazu müssen Sie zunächst die Quadratwurzel des Verhältnisses zwischen der Windangriffsfläche, die zu 5000 kp / 6 Meter Dehnung führte, und der tatsächlichen Windangriffsfläche Ihres Schiffes berechnen. Im nächsten Schritt setzen Sie wieder die tatsächliche Windangriffsfläche Ihres Schiffes ein und teilen die Windgeschwindigkeit bei 6 Beaufort, also 26,8 kn, durch den soeben berechneten Quadratwurzelfaktor und geben diesen Wert als neue Windgeschwindigkeit in die App ein. Notieren Sie sich die für diese Windgeschwindigkeit berechnete Dehnung des Ankerstropps, da Sie diesen Wert später als Parameter für die Dehnung des Snubbers bei 6 Beaufort verwenden werden – geben Sie ihn aber erst in die App ein, wenn Sie diesen Vorgang auch für die Windgeschwindigkeit 8 Beaufort (40,2 kn) wiederholt haben. Schließlich können Sie die Dehnungswerte für den Ankerstropp bei 6 und 8 Beaufort durch die soeben berechneten Werte ersetzen, und schon haben Sie Ihren Ankerstropp / Hahnepot für Ihr Schiff kalibriert. Wenn alles gut gegangen ist, sollten für das Beispiel eines Trimarans von 16 m Länge und einer Windangriffsfläche von 29,07 Quadratmetern die Werte für die Dehnung des Ankerstropps bei 6 und 8 Beaufort nun 0,69 m bzw. 1,43 m betragen. Es ist eine gute Idee, diese Kalibrierung zu testen, indem Sie die Windstärke so erhöhen, dass wieder 5000 kp Ankerlast erreicht werden (aber jetzt aufgrund des Windes, nicht aufgrund der Windangriffsfläche). Die berechnete Dehnung des Ankerstropps sollte dann wieder ungefähr bei 6 Metern liegen. Aufgrund von Rundungsfehlern durch nur zwei Dezimalstellen hinter dem Komma kann es u.U. zu größeren Abweichungen kommen. In diesem Fall sollten Sie die Parameter für die Dehnung des Ankerstropps leicht anpassen. Im obigen Beispiel werden Sie feststellen, dass eine Ankerstropp Dehnung bei 8 Beaufort von 1,44 oder 1,45 Metern eine etwas bessere Näherung ergibt. Das ist alles leider recht kompliziert, aber Sie müssen es nur einmal machen. Ein ähnlicher Ansatz kann auch verwendet werden, wenn zwar zwei Messungen durchgeführt wurden, jedoch nicht bei 6 und 8 Beaufort.

6. Tipp: Wenn Sie starke Strömung haben und diese berücksichtigen wollen, dann kann ich momentan nur eine Kräftezerlegung wie in der Zeichnung unten anbieten. Man benötigt hier als zusätzliche Parameter nicht nur die bisher immer verwendete Windangriffsfläche von vorne, w||, sondern auch noch die Windangriffsfläche von der Seite, w, sowie den Winkel β zwischen Wind und Schiffsausrichtung, den Winkel γ zwischen Strömung und Schiffsausrichtung und schließlich den Winkel δ zwischen Ausrichtung der Ankerkette und Schiffsausrichtung. Damit wird zunächst die vom Wind gesehene effektive Windangriffsfläche als gewichtetes Mittel ausgerechnet, w(β) = w|| cos2(β) + wsin2(β), und dann im zweiten Schritt die bei Strömung fiktiv wirkende Windangriffsfläche f = w sin(γ+β)/sin(γ-δ), welche letztendlich im Expert Modus einzugeben ist. f ist eine fiktive Größe und im eigentlichen Sinne keine Windangriffsfläche, aber es ist praktisch, den Effekt der Strömung in einer solchen fiktiven Windangriffsfläche zu subsumieren. Hierbei ist zu beachten, dass der Winkel δ der Ankerkette ein negatives Vorzeichen haben kann. Dies ist von Schiff zu Schiff unterschiedlich und hängt mit der relativen Position der Angriffspunkte von Wind und Strom (am Schiff) zusammen. Wenn — ohne Segel — der Bug nur durch den Wind in der Regel aus dem Wind gedreht wird, dann wird dieser Winkel δ negativ sein. Das sind viele Parameter und es ist etwas umständlich, aber das ist momentan leider der einzige Weg. Es ist wahrscheinlich am Einfachsten, für einige charakteristische Szenarien diese Werte einmal auszurechnen und dann als extra Konfiguration abzuspeichern. Dann sind sie immer wieder schnell zur Hand. Hilfreich ist hierbei zu wissen, dass sin2(60°) = cos2(30°) = 0,75 und cos2(60°) = sin2(30°) = 0,25 sowie cos2(45°) = sin2(45°) = 0,5 ist. Für normal gebaute Schiffe wird immer gelten, dass w größer ist als w||. Aber ob f größer oder kleiner als w|| ist, das hängt davon ab, ob die Strömung mit oder gegen Wind gerichtet ist. Beispiel: Das Schiff liegt mit einem Winkel von β = 30° zum Wind und seine laterale Windangriffsfläche ist drei mal so groß wie die Windangriffsfläche frontal von vorne, also w⊥ = 3 w||. Damit erhält man w = 0,75 w|| + 0,25 w = 1,5 w||, also um 50% erhöht. Der Winkel zum Strom sei γ = 45° und der Winkel zur Ankerkette sei δ = 15°. Damit ist f = w sin(75°)/sin(30°) = 2,9 w||, und die fiktive Windangriffsfläche f, welche man im Expert Modus eingeben muss, hat sich also fast verdreifacht. Für Mehrrümpfer ist zusätzlich noch zu berücksichtigen, dass in diesem Szenario eine Seite des Hahnepots mehr belastet wird als die andere Seite. Dies hat einen Einfluss auf das dynamische Ankern.

Kräftezerlegung, wenn Strom und Wind beide am Schiff angreifen. Die resultierende Kraft zeigt in die gleiche Richtung wie die Ankerkette am Bug.

Rechts neben den Eingabeparametern befindet sich ein Knopf, hinter dem die meisten der Informationen dieser Seite auch innerhalb der App offline zur Verfügung gestellt werden (auf Deutsch, Englisch, Französisch, Dänisch oder Norwegisch, abhängig von der Systemsprache Ihres Geräts).

Abschließende Bemerkungen

Wenn Sie einmal ein wenig mit dieser App herumgespielt haben, werden Sie ein viel besseres Verständnis dafür haben, wie die Parameter miteinander interagieren, und dieses Verständnis allein wird es Ihnen ermöglichen, bessere Entscheidungen für ein sicheres Ankern zu treffen.

Sicherlich werden nicht alle Szenarien von dieser App abgedeckt, und wie immer dürfen Sie gesunden Menschenverstand und gute Seemannschaft für das sichere Ankern nicht vergessen. Es gibt Schiffs- und Wetterbedingungen, die von dieser App derzeit nicht berücksichtigt werden – wie Strömungen im Wasser oder heftiges „Segeln vor Anker“, um nur einige zu nennen. Und die App macht auch keine Aussagen darüber, welche Größe oder Art von Anker zu wählen ist, oder ob der Anker, den Sie haben, der Aufgabe gewachsen ist, oder ob die Ankerlast die Bruchlast der Kette oder des Ankerstropps / Hahnepots / der Trosse übersteigt. Aber die App gibt Ihnen eine Vorstellung davon, wann es anfängt, kritisch zu werden.

Wenn Sie daran interessiert sind, mehr technische Details und die dieser App zugrunde liegende Physik/Modellierung zu erfahren, empfehle ich Ihnen, meine eher technische Webseite zu besuchen: https://trimaran-san.de/die-kettenkurve-oder-wie-ein-mathematiker-ankert/

Der Home-Button auf dem Hauptbildschirm der App in der oberen rechten Ecke führt Sie zurück zu dieser Seite – https://trimaran-san.de/ankerketten-rechner/.

iPhone & iPad Version gibt es im Apple Store!

Android Version gibt es im Google Play Store!

Kostenlose Online Version verfügbar mit leicht reduzierter Funktionalität.

Video zur App.

Externe Artikel zur App

Deutsch: Blauwasser.de und in der YACHT 09/2021. Boote 12/21. YACHT 11/2022. YACHT Online 2022.

Englisch: Beitrag in Winter 2021 Offshore Ausgabe des Australischen Yachtclubs.

Englisch: Artikel in Winter 2021 Latitudes & Attitudes.

Rückmeldungen für Verbesserungen, neue Funktionen oder Fehlerberichte sind immer willkommen! Bitte hinterlassen Sie diese als Kommentar auf dieser Seite. Markieren Sie diese als ‚privat‘, wenn Sie nicht wollen, dass andere dieses Feedback sehen.

 

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Dieser Beitrag hat 32 Kommentare

  1. trimaran-san

    Android Version 1.0.2 behebt zwei Probleme: Erstens einen Crash beim Starten, und zweitens ein Problem mit dem deutschen Dezimalkomma anstatt des international mehr üblichen Dezimalpunkts.

  2. trimaran-san

    Android Version 1.0.4 vereinfacht die Eingabe von Werten, da es nun nicht mehr notwendig ist, den Return Key zu drücken, um die Eingabewerte zu übernehmen.

  3. Jan Weustink

    Hallo Birte und Matthias!
    Wir sehen, es geht Euch den Umständen entsprechend gut!
    Super App, habe bereits etwas damit herumgespielt und auch die erste Bewertung abgegeben! Ich hoffe, ihr bekommt von dem Kaufpreis auch etwas ab!
    Bei mir zuckt alles zusammen, wenn ich von Birte’s Finger lese und hoffe, dass alles weiterhin gut verheilt.
    Schade, dass ihr noch immer in Panama festhängt, aber in Deutschland machen wir ja jetzt auch wieder die Schotten etwas dicht.
    Meine Frau hat jetzt auch ihr OK gegeben und wir planen die World Arc Ende 2024. 😉 . Bekomme dann zwei Jahre Auszeit, muss danach aber leider wieder arbeiten.
    Das Budget dürfte dann auch gerade eben für eine gebrauchte Neel 51 reichen, also wenn ihr dann,… 😉
    Wir wünschen Euch weiterhin alles Gute! Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht!
    Viele Grüße aus Deutschland,
    Jan

    1. trimaran-san

      Hallo Jan, ja, „den Umständen entsprechend“ trifft es ziemlich gut. Das wichtigste ist, dass Birtes Finger nun gut verheilt, nachdem es dann noch mal eine Eiterstelle gab… 🙁

      Danke, dass Dir die App gefällt. Sie ist das Ergebnis meiner Ankerkettenanalysen der letzten Monate und hat ihren Hauptzweck erfüllt – mich im Lockdown beschäftigt zu halten. Reich werden wird man damit nicht, aber wenn es die App Store Kosten wieder einspielt, ist alles gut. 24 Downloads im Jahr brauche ich dafür. Als nächstes soll eine Online WebApp Version kommen. Es gibt immer wieder Probleme bei einigen wenigen Nachbarn in den Ankerfeldern, von daher denke ich, es ist eigentlich Bedarf da für mehr Infos zum Ankern.

      Die ARC / ARC+ dieses Jahr war ja überschaubar mit gerade mal 90 Teilnehmern… Es gibt einfach zu viele Unwägbarkeiten dieser Tage. Aber WARC 2024 ist doch schon mal ein Ziel!

      LG

      Mathias

  4. Micheline Lang

    Hier Niesellwetter und es wird Zeit den Wintermantel zu tragen. Um so lieber lese ich euren Reisebericht. Bin gespannt auf den nächsten. Entweder seid ihr noch auf der Werft bei mehr als 40 grad, dann tritt hoffentlich nicht! Der Fall mit dem scheidungsanwalt ein. Wünsche euch nur Gutes!
    Bleibt gesund und hoffe, dass es bald weiter geht Richtung Costa Rica! Mein Traum. Das Land zwisschen den zwei Meeren.. und der wunderschöne vogelwelt.
    Es grüßt euch
    Micheline

  5. Volker Helmers

    Vielen Dank für die tolle App. Mal sehen, ob dieser wissenschaftliche Ansatz (chapeau dafür!) sich in der Realität bewährt. Ich werde mal so testen: Ich ankere wie bisher nach Erfahrung und Einschätzung der Lage. Danach rechne ich mal nach und vergleiche. Bin gespannt!
    Gruß Volker

    1. trimaran-san

      Hallo Volker,

      Ja, vielen Dank! Der Lockdown wegen Corona in Panama hat mir die Zeit dazu gegeben.

      Das ist auf jeden Fall ein guter Ansatz, zu prüfen, ob das eigene Bauchgefühl passt oder nicht. Wir verwenden die App nun schon seit einigen Monaten hier vor Anker liegend, und so langsam grooven wir uns ein mit unseren Vorhersagen und dem Ergebnis der App. Im flachen Wasser braucht man mehr Kette, als ich früher gedacht hatte, aber ich verstehe inzwischen auch warum – die Kette hängt zu flach und kann keine potentielle Energie aufnehmen. Hier ist der Ankerstropp oder Hahnepot wichtig. Beim Rumspielen mit Parametern habe ich nun auch gemerkt, dass mein Ankergeschirr sich schwer tun wird bei mehr als 50 Knoten Wind – der Hahnepot wird es nicht mitmachen… Die Tatsache, dass die Windkraft quadratisch mit der Windgeschwindigkeit zunimmt hat halt dramatische Auswirkungen. Das hatte ich früher nicht so ganz auf dem Schirm…

      Aber es gibt auf jeden auch Fall Situationen, wo die App nicht alle relevanten Parameter erfasst – z.B. beim Ankern im starken Strom. Aber auch dann hilft sie mir, den Effekt der anderen Parameter einzuschätzen und dann kann ich eine Gesamteinschätzung der Lage machen.

      Ich bin auf jeden Fall für jegliche Rückmeldungen offen und dankbar.

      Im nächsten Schritt soll es noch eine Online Version geben, damit die Leute es zu Hause besser vorher ausprobieren können, aber wir haben da noch ein zwei technische Probleme zu lösen. Und ich möchte den DSV überzeugen… Wir tun uns noch schwer damit, den Bekanntheitsgrad der App zu steigern…

      Es gibt also noch genügend Arbeit… 🙂

      LG, Mathias

  6. trimaran-san

    Android Version 1.0.6 korrigiert das Abschneiden von Text auf Samsung Galaxy 20S. Auch nutzt es die Bildschirmfläche auf Tablets und anderen mehr rechteckigen Bildschirmen besser. Funktionalität identisch zu 1.0.5.

  7. trimaran-san

    Android Version 1.0.7: Problem bei nichtstandard Zeichensatzgrößen beseitigt.

  8. trimaran-san

    iPhone / iPad Version 1.03: Verbesserte Nutzung des Bildschirms für größere Modelle.

  9. Frank Blättner

    Hallo Mathias, wie benutze ich die App bei Verwendung Kette und Ankerleine in Kombination? Ich habe 40 Meter 8mm Kette und 50 Meter Leine angespleisst. (Squareline mit 25% Dehnung). Es gab mal einen berechneten Vergleich eines Physik/Mathematik-Professors auf der Homepage eines akademischen Segelclubs, die aber abgeschaltet wurde. Er verglich die Kombinationen 20mKette/80mLeine, 50mKette/50mLeine, 80mKette/20mLeine mit 100m nur Kette. Am besten Schnitt die Kombi mit der kurzen Kette ab. Begründung war, daß auch eine 100m Kette ab Windstärke 9 oder 10 maximal gespannt ist und schon eine Welle von 1,5 Meter Höhe den Anker ausbrechen läßt, was hingegen mit einer Leine mit hoher Dehnung nicht passieren kann. Bitte nicht auf Details festnageln, alles aus meiner Erinnerung. Ich fand das sehr einleuchtend, schon auch weil mein Boot schon bei wenig Wind anfängt vor Anker hin und her zu segeln und die Leine die Lastspitzen abfängt. Nach den Ausführungen zum Jordans Series Droque Seeanker ankere ich nun allerdings sowieso meist übers Heck, da segelt dann nix mehr.
    In den engen Buchten von Kroatien anken aber alle nur mit ca 50 m Kette, weswegen Kombi1 mit nur 20m Kette wegen der unterschiedlichen Schwoikreise nicht in Frage kam, deswegen mein Kompromiss mit den 40 m Kette.
    Nun also die Frage, wie ich meine spezielle Kette/Leinenkombi in der App berücksichtigen kann? LG Frank

    1. trimaran-san

      Hallo Frank, das ist vielleicht mal als Erweiterung der App geplant, wenn die Nachfrage groß genug ist. Momentan muss man etwas tricksen mit der App, um diesen Fall zu simulieren. Zunächst sind dazu erst einmal alle Schiffsparameter einzugeben, die Windstärke, Schwell und Steigung des Meeresbodens, und auch die Kettenstärke kann schon eingegeben werden. Ich nehme nun einmal an, dass Du so tief ankerst, dass die 40 Meter Kette nicht ausreichen. Dann muss man mit der Ankertiefe so lange rumspielen, bis die App Deine 40 Meter als Kettenlänge ausspuckt. Die App spuckt dann auch einen Winkel aus, den die Kette „am Bug“ hat. Diesen Winkel muss man dann nehmen und dann mit dem Sinus die nötige Länge der Leine ausrechnen… Wenn Du z.B. noch 5 Meter von dem Ende der Kette unter Wasser vertikal bis zum Bugroller hast, dann ist die Leinenlänge 5 Meter / Sinus(Winkel am Ende der Kette / am Bug). Am Einfachsten mit dem Taschenrechner auf dem Telefon, aber man kann sich auch einmal eine Tabelle machen, oder kennt markante Winkel und deren Sinus Werte… 30 Grad ist da so ein Kandidat… 🙂

      Im Endeffekt rechnet man also die Wassertiefe heraus, die von der Leine überbrückt wird und nimmt an, dass die Leine vollkommen straff gespannt ist. Das ist ok, denke ich, da sie sich unter Last eh dehnt.

      Bei den Snubber Werten kann man dann wahrscheinlich einen sehr großen Wert einstellen. Wenn Du Deine Leine mal kontrolliert dehnst und die dazu nötige Kraft pro Meter Leine messen kannst, dann kannst Du auch den Wert des Snubbers sehr genau einstellen. (Siehe Beispiele in der Beschreibung.) Im Grunde ist Deine Leine dann ein sehr gute Snubber.

      Ich hoffe, das hilft erst einmal weiter. Aber gerne weiter fragen, wenn noch etwas unklar ist.

      VLG, Mathias

  10. Oliver Haase

    Hallo Mathias, zunächst vielen Dank für Deine wertvolle Abhandlung und praxisbezogene App. Fragen, die ich zum Ankern seit Jahren hatte, haben sich allesamt beantwortet. Eine Anmerkung habe ich zur Ermittlung der Dehnung des Ankerstropps. Hier wählst Du einen linearen Ansatz durch die Multiplikation mit dem Faktor 9. Bei der Last leuchtet die Multiplikation mit 9 ein, aber wenn ich auch die Längendehnung mit 9 multipliziere, unterstelle ich eine lineare Abhängigkeit zwischen Last und Dehnung. Dies ist aber in der Regel eine Exponentialfunktion, wie man den Diagrammen z.B. bei Gleistein entnehmen kann. Geht man mit den Lastannahmen in die Diagramme erhalte ich also geringere Werte für die Dehnung, als wenn ich gemäß Deines 2. Tipps zur Ermittlung der Dehnung einfach mit 9 multipliziere. Ich lande also mindestens eine Kategorie besser oder schlechter bei der Bewewrtung der Qualität des Ankerstropps in der App. Und der Einfluß des Stropps ist ja tatsächlich erstaunliuch groß.
    Unterliege ich bei dieser Betrachtung einem Denkfehler?
    Wo auch immer Ihr jetzt seid, alles Gute and fair winds.
    Beste Grüße, Oliver

    1. trimaran-san

      Hallo Oliver, zunächst vielen Dank einmal! Und ja, Du hast Recht, ich habe der Einfachheit halber eine lineare Abhängigkeit angenommen, also Dehnung proportional zur Kraft. Das ist definitiv nicht so, wie die realen Ankerstropps / Hahnepots funktionieren. Aber es erschien mir zu komplex, dies genauer zu modellieren, da es noch mehr Eingabedaten vom Benutzer der App verlangen würde. Ich denke, dass man dies zumindest z.T. damit kompensieren kann, dass man die Charakteristik des Ankerstropps nicht bei Kraft Null betrachtet, sondern seine Dehnung versus Last Kurve um einen geeigneten Arbeitspunkt herum linearisiert. Sprich, in meinen Tips, wie man den Ankerstropp ausmessen soll, sollte man den Ankerstropp genügend vorspannen, z.B. auf eine Kraft, die 6 BFT entspricht, und erst dann die Messung machen. Auch nicht exakt, aber etwas genauer, denke ich. Vielleicht mache ich irgendwann noch mal eine Erweiterung, die man optional verwenden kann. VLG aus Costa Rica, Mathias

  11. Oliver Haase

    Mathias, vielen Dank für die schnelle Reaktion! Euch alles Gute weiterhin!
    LG, Oliver

  12. trimaran-san

    Version 1.1.0: Neue ‚custom‘ Option für Snubber Quality um eigene Werte aus dem Expert Mode zu speichern

  13. trimaran-san

    Version 1.2.0: Einfachere Eingabe des Custom Felds für Snubber Quality

  14. trimaran-san

    Version 1.3.0: Hinter den beiden Infoknöpfen für Offline Hilfe sind nun neben Englisch auch Deutsch und Französisch verfügbar.

  15. trimaran-san

    Version 1,.4.0: Hinter den beiden Infoknöpfen für Offline Hilfe sind nun auch Dänisch und Norwegisch verfügbar. Der Back Button bei Android schliesst nun auch die Offline Hilfe um zur Hauptseite zurück zu kehren, wie es sein sollte.

  16. trimaran-san

    Version 1.7: Verschiedene Konfigurationen können nun unter Namen gespeichert werden. Ankerstropp / Hahnepot kann nicht-linear sein.

  17. Kai

    Hallo, ich bin durch die Yacht auf den Rechner aufmerksam geworden. Ich denke, es liegt ein Fehler vor. Bei 0 kn Wind gibt der Rechner nur die Wassertiefe als Kettenlänge aus. Bei 5kn etwas mehr. Sollte nicht immer eine Mindestlänge (z.B. 2 – 3 fache Wassertiefe) ausgegeben werden. Sonst würde der Anker bei 0kn Wind gerade mal den Ankergrund berühren (vielleicht).

    1. trimaran-san

      Hallo Kai, nein, das ist so korrekt. Es wird immer nur soviel Kette berechnet, wie notwendig ist, um die Kette waagerecht am Anker angreifen zu lassen. Bei wenig Wind ist dies dann nur unwesentlich mehr als die Wassertiefe, und wenn Wind und Welle vollkommen verschwinden, dann ist es genau die Wassertiefe. Es ist also die MINIMALLÄNGE der Kette, welche berechnet wird, und entspricht genau dem Verlauf der Kette – die ja bei Null Wind senkrecht nach unten hängt. Das heisst natürlich nicht, dass man dann nicht mehr Kette stecken sollte bei Null Wind.

      Ich wollte ja mit dieser App gerade weg von der allgemeinen Empfehlung „so und so vielfaches der Wassertiefe“. Das ist eine ganz schlechte Empfehlung, da die Kettenkurve halt eine Kurve ist und keine gerade Line. Deshalb kann ein Vielfaches der Wassertiefe niemals für alle Wassertiefen und Windstärken korrekt sein.

      Die App sollte so angewendet werden, dass man den erwarteten maximalen Wind nimmt, da 2-3 kn drauf addiert als Sicherheit, und das dann als Windstärke eingibt. Gleiches mit Schwell. Wenn man mehr Sicherheitsmarge haben will, dann addiert man halt mehr kn drauf. Dieser Weg ist für alle Wassertiefen richtig.

      LG, Mathias

  18. Marco

    Hallo, coole App, leider funktioniert seit dem update auf iOS 15.6.1 die Snubber-Einstellungen nicht mehr.

    1. trimaran-san

      Oh, was ist genau passiert? Hast Du einen Update auf iOS 15.61 gemacht und dann hat es nicht mehr funktioniert, oder war es mein Update auf 2.0.2? Ich werde auf meiner Seite schauen, ob ich den Fehler reproduzieren kann, aber jeglicher Input wäre hilfreich.

      LG, Mathias

    2. trimaran-san

      Hmm, ich habe gerade eben mein iPhone auf iOS 15.6.1 gebracht, und ich kann keinen Fehler in den Snubber Einstellungen finden. Es wäre sehr hilfreich, wenn Du mir screen shots schicken könntest an mathias.wagner.hh at web.de Danke! LG, Mathias

    3. trimaran-san

      Hallo Marco, danke für den Hinweis. Ich habe nun einen Fehler gefunden (und beseitigt 😉 ) der auf Deine Beschreibung passen könnte… Bei Android ist die korrigierte Version schon im Store, bei Apple sollte es in 1-2 Stunden auch der Fall sein. Vielen Dank noch einmal für den Hinweis!

      LG, Mathias

      PS: Neue Version ist nun auch bei Apple im Store… 🙂

  19. Marco

    Danke für die schnelle Reaktion. Jetzt funktioniert alles.
    Danke auch für dein Referat mit der mathematischen Herleitung. Es wäre Klasse wenn deine Arbeit Eingang in den theoretischen Unterricht der Segelschulen finden würde. Danke nochmal für deine Mühe.

    1. trimaran-san

      Super, das freut mich zu hören! Und Danke! Ich versuche, so langsam den DSV zu unterwandern und das Thema dort zu platzieren, aber das ist eine langfristige Angelegenheit… 😉 LG, Mathias

  20. Christoph Pahlitzsch

    Moin. Danke für die schlne App. ch habe eine Frage zur Bedienung. Ich ankere in der Nordsee und da haben wir neben dem Wind auch immer Strömung. Wo kann ich diese eingeben. Bei velocity @ acohrage? Unser Boot richtet sich i.d.R. auch nach dem Strom aus, nicht nach dem Wind. D.h. der Wind trifft das Boot in einem anderen Winkel und da it ist die Angriffsfläche viel größer. Wie kann ich das näherungsweise berücksichtigen? LG Christoph

    1. trimaran-san

      Moin, Christoph, das ist eine sehr gute Frage, und leider habe ich darauf noch keine gute Antwort, die mich befriedigen würde. Es gibt hier ja in der Tat mindestens zwei Effekte. Der erste ist die Kraft der Strömung am Rumpf, und der zweite die erhöhte Windkraft, wenn das Schiff nicht mehr genau im Wind liegt. Letzteren Effekt kann man dadurch berücksichtigen, dass man die Windkraft höher ansetzt oder, noch besser, die Windangriffsfläche. Es dreht sich hier also um eine effektive Windangriffsfläche schräg von der Seite. Wie hoch die ist, hängt davon ab, wie gross die laterale Windangriffsfläche ist. Das wird man in der Regel schätzen müssen. Man liegt sicherlich nicht ganz falsch, wenn man die Fläche um 25% erhöht. Wenn man das genauer machen wollte, müsste man die Windangriffsfläche von vorne und von der Seite wissen, und diese dann mit sin(winkel) und cos(winkel) gewichtet addieren. Schwieriger ist der Einfluss der Strömung auf den Schiffsrumpf. Aber auch diesen würde ich nicht über die Velocity at Anchor abrechnen, sondern über eine weitere Anpassung der effektiven Windangriffsfläche. Die Velocity at Anchor berücksichtigt dynamische Effekte, also wenn es irgendeinen plötzlichen Energieübertrag auf das Schiff gibt. Das ist im hier geschilderten Fall nicht der Fall. Aber all dies ist momentan hand waving. Ich habe es bisher noch nicht geschafft, etwas einfaches für diesen Effekt zu finden.

      LG, Mathias

    2. trimaran-san

      PS: Ich habe nun im Text oben einen 6. Tipp mit einer Zeichnung eingebaut, wie man das Problem Strom und Wind mit Hilfe eines Kräfteparallelogramms angehen kann. Es ist leider mit etwas eigener Rechnerei verbunden… Vielleicht baue ich das irgendwann noch einmal ein, aber es sind auch viele neue Parameter, die dann nötig werden, was die App dann auch wieder schwieriger zu bedienen macht…

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